SCC-Zertifizierung für Unternehmen
Akkreditierte Zertifizierungsstellen dürfen SCC-Zertifikate (Safety Certificate Contractors) für Unternehmen und deren Managementsysteme ausstellen. Dabei wird das Managementsystem des Unternehmens geprüft und zertifiziert.
In Deutschland müssen diese Stellen von der Deutschen Akkreditierungsstelle (DAkkS) nach den entsprechenden Normen (wie DIN EN ISO/IEC 17021 für Managementsysteme oder DIN EN ISO/IEC 17024 für Personal) akkreditiert sein.
Ausserhalb Deutschlands dürfen Stellen zertifizieren, die von ihrer jeweiligen nationalen Akkreditierungsbehörde für den SCC-Bereich zugelassen sind, wie zum Beispiel:
- Österreich: Die Akkreditierung erfolgt durch die nationale Akkreditierungsstelle im Bundesministerium für Arbeit und Wirtschaft (BMAW).
- Niederlande: Der Raad voor Accreditatie (RvA) ist für das dortige VCA-System zuständig.
In der Schweiz existiert zurzeit diese Möglichkeit nicht, da eine Akkreditierung durch die SAS (Schweizerische Akkreditierungsgesellschaft) nach dem SCC Regelwerk zurzeit nicht möglich/vorgesehen ist. Darüber hinaus ist zu beachten, dass das SCC-Reglement auf deutschem Recht basiert, das in der Schweiz keine anerkannte Anwendung hat.
Spezifisch für die Schweiz: Für Unternehmen, die sich im Bereich Sicherheit auf Baustellen in der Schweiz zertifizieren lassen wollen, wird eine Zertifizierung nach ISO 45001 empfohlen. Mit der Zertifizierung nach ISO 45001 durch das Swiss Safety Center wird auch die Einhaltung der gesetzlichen Anforderungen in der Schweiz (EKAS Richtlinie 6508) überprüft. Dazu gelten die länderspezifischen Anforderungen zu beachten, wie zum Beispiel die Abklärung der Beizugspflicht gemäss VUV Art. 11a (Schweiz).
Der Zertifizierungsablauf ist grundsätzlich identisch mit demjenigen von ISO 9001, ISO 14001, ISO 45001 etc.:
- Stufe 1: Dokumentenprüfung
- Stufe 2: Audit vor Ort
- Auditbericht
- Zertifikat mit 3-jähriger Gültigkeit
- Jährliche Überwachungsaudits
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